Maritimer Koordinator der Bundesregierung in Papenburg
Maritimer Koordinator der Bundesregierung in Papenburg Hans-Joachim Otto besucht die MEYER WERFT
Papenburg, 25. Juni 2010 – Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto (FDP) besuchte am heutigen Freitag die Papenburger MEYER WERFT. Gemeinsam mit dem neuen Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für maritime Angelegenheiten Torsten Staffeldt, der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (CDU), dem Papenburger Bürgermeister Jan-Peter Bechtluft sowie weiteren Vertretern des Stadtrates informierte sich Otto über die Situation im Schiffbau und die der MEYER WERFT. Im Gespräch mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat der Werft diskutierten die Teilnehmer die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und die Auftragssituation der Werften. Die fehlenden Neubauaufträge in der Schiffbauindustrie haben bereits in ganz Europa zu erheblichen Einschnitten geführt. Gleichzeitig hat diese Ausgangslage zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen geführt. In vielen Ländern reagiert die nationale Politik mit staatlichen Subventionen, um ihre jeweiligen Unternehmen zu stützen. Im Zusammenhang mit dem enormen Ausbau der Werftenkapazitäten in China und Korea, führt das zu einem brutalen Preiskampf. Die chinesischen Werften können schon heute alleine die weltweite jährliche Nachfrage an neuen Schiffen abdecken. Viele koreanische und japanische Werften drängen intensiv in den Kreuzfahrtschiff- und Spezialschiffbau. „Im mittelfristig weiterhin wachsenden Kreuzfahrtmarkt macht sich die Flaute und der brutale Preiskrieg deutlich bemerkbar“, so Geschäftsführer Bernard Meyer. „Nur durch ein sehr konsequentes Programm zur Produktivitätssteigerung und einer drastischen Senkung der Materialkosten auf das Niveau von etwa 2004 werden wir eine Chance am Markt haben. Wir sind aber überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen werden und bieten daher heute schon auf diesem Niveau an.“ Trotz intensiver Bemühungen um neue Aufträge seitens der MEYER WERFT, werden zurzeit nur wenig neue Aufträge durch die Reedereien vergeben. Betriebsratsvorsitzender Thomas Gelder machte bei dem Treffen deutlich, dass die Arbeitnehmer natürlich die Anstrengungen der Unternehmensleitung unterstützen, dass aber auch auf Unterstützung aus Berlin gehofft wird. „Wir brauchen faire Marktbedingungen. Nur durch Aufträge können Arbeitsplätze gesichert werden und die derzeitig anstehende Kurzarbeit auf der MEYER WERFT kurz gehalten werden.“, so Gelder. Fotos: 1. Die Betriebsräte T. Gelder (lks.) und I. Darweesh (re.) überreichen dem maritimen Koordinator H.-J. Otto (mitte) den symbolischen Knoten, den es seitens der Politik zu lösen gilt. 2. H.-J. Otto (4.v.l. - Bildmitte) besucht die Meyer Werft in Papenburg. Weiter auf dem Bild (v.l.n.r.:) Betriebsratsvorsitzender Thomas Gelder; Geschäftsführer Bernard Meyer; Laurens Westers (Stadtrat Papenburg - FDP); Hans-Joachim Otto (MdB); Jan Peter Bechtluft (Bürgermeister Papenburg); Torsten Staffelt (MdB - FDP); Lambert Kruse Geschäftsführer Meyer Werft; Werner Lund, (Vorsitzender des VSM, Hamburg) Zurück
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