Seit 2003 ist der internationale Güteraustausch durch zunehmende Arbeitsteilung nicht mehr zu bremsen: davon profitiert vor allem die Container- und Tankschifffahrt. Besonders deutlich wird der Boom im Container-Sektor an den europäischen Häfen: in Hamburg, Rotterdam und Antwerpen sind seit 2004 erhebliche Zuwächse an Containerschiffen festzustellen.
Auch die Meyer-Werft profitierte vom Containerschiff-Boom: Das Emissionshaus Hansa Hamburg Shipping International beauftragte sie mit dem Bau von vier Containerschiffen - ein innovativer und spezieller Typus (1600 TEU) sollte angefertigt werden.
Konkret drückt sich die Neuartigkeit durch mehrere Dinge aus: Für das schnelle Ent- und Beladen zeigen alle Luken nach oben - die Mittelluken werden offen gefahren, die vorderen und seitlichen Luken bleiben geschlossen. Auch ist die dreifache Längsteilung des Laderaums mit insgesamt 6 Passagierkabinen eine Neuheit. War der Treibstoffbunker sonst im Doppelboden oder in der Doppelhülle eingebaut, so ist er nun im Inneren des Schiffes zu finden: bei einer Kollision gelingt so das eventuell austretende Öl nicht ins Wasser und gefährdet nicht die Umwelt.